JF FREIZEITFAHRT LÜNEBURGER HEIDE 2019

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FEHMARN/MÜDEN. Endlich war es wieder soweit. Unter dem Motto „Auf geht’s, ab geht’s, drei Tage Wach“ starteten wir unseren Ausflug am Donnerstag, den 08. August 2019 um 08:00 Uhr an der Burger Wache. Sach und Pack in unsere MTW’s und das Integrationsmobil laden und dann ging es auch schon los in Richtung Süden. Der 33-18-01 & 33-18-02 wurden soeben auf Status 6 gemeldet und dann durften diese sich auf der Autobahn 1 mal so richtig frei brennen. Stichwort Autobahn: Wir planten in Reinfeld bei der bekannten goldenen Möwe einen Rast… Drei unserer Fahrzeuge hielten auch hier, der vierte verpasste durch das bereits erwähnte Freibrennen auf der Überholspur die Ausfahrt und machte dann mit den Kids nun in aller Seelenruhe auf dem Autobahnrastplatz Pause, bis wir wieder alle zusammen waren.

Nach einiger Zeit kamen wir dann im Wildpark Lüneburger Heide an. In kleinen Grüppchen stürmten unsere Kids zu den Wilden Tieren. Während sich die einen ne Ziege als Haustier mitnehmen wollten, bestaunten die anderen beispielsweise die wirklich wilden Tiere – nein, doch nicht unsere Betreuer, sondern Wölfe, Bären und Tiger 😊 Im Wolfsvortrag wurde uns erzählt man solle nicht immer den Zeitungen glauben schenken und bei der Greifvogel-Flugshow flogen über uns große Adler, Falken und Geier hinweg, natürlich im Tiefflug – ein echtes Erlebnis für die Kids.

Gegen 17 Uhr trudelten wir dann in unserer Jugendherberge in MÜDEN ein, nachdem wir an so manchem Militärgebiet und Truppenübungsplätzen vorbeijagten. Zackig wurden die Zimmer aufgeteilt und Betten bezogen da ging es schon zum Abendessen in den Speisesaal. Son richtiges Feuerwehressen, nämlich Erbsensuppe wurde uns aufgetischt. Nun ja, wie sollen wir sagen… So manches Kind schlug da lieber beim Salat zu, was sonst ja nicht auf dem Speiseplan steht.

So entschieden sich unsere Betreuer, die ja auch noch von Hunger heimgesucht wurden, mehrere Pizzen und Döner von dem Dönermann aus der LOTHARSTRAßE zu holen, damit auch wirklich alle gesättigt werden. Zwischenzeitlich ist der Bolzplatz schnell von uns erhascht worden. Betreuer gegen Jugendliche hieß es natürlich. Nachdem Denis, Tobi & Marvin gegen die Horde so ordentlich in Führung gingen, wendete sich das Blatt zum Ende des Matches auch schnell, umso mehr Kids mitmachten… Mit vollem Körpereinsatz, wo es auch Verletzte gab, konnte man allerdings Stolz auf die Leistung der so-naja-sportlichen Betreuer sein. Um 22:00 Uhr hieß es dann alle auf die Zimmer. Voller Verwunderung der Betreuer hielten sich auch all unsere Schützlinge ohne zu murren dran – Respekt - Das haben wir dann doch anders erwartet…

Am nächsten Morgen ging es rasch zum Frühstück. Heute stand der Besuch im Heide-Park Soltau auf dem Plan. Nachdem dann alle gestärkt waren, ging es auch Blitzschnell durch die Militärgebiete ab in den Heide-Park, wo uns die Kids auf schöne Überraschungsfotos aufmerksam machten. Auch hier teilten wir uns wieder in verschiedenen Gruppen mit mindestens 3 Personen auf und eilten zügig von Achterbahn zu Bobbahn. Der feuerspukende Colossos wurde ebenso gut angenommen wie die Wildwasserbahn oder Kartbahn. Die Betreuer wollten „Deutschlands bester Autofahrer“ werden, also ab in die Anmeldung und Attacke, dachten wir uns… Nach einem Alkoholtest und Führerscheinkontrolle musste jedoch zunächst die Theorieprüfung mit 30 Fragen bestanden werden… Also ähm jaaa…drei Betreuer versuchten ihr glück, drei Betreuer vielen mit weit über 30 Fehlerpunkten durch :D War wohl nichts mit ner Runde auf der Bahn drehen und Deutschlands bester Autofahrer zu werden… Egal, auf der Straße können wir ja Auto fahren, wir sind immer sicher mit unseren Jugendlichen unterwegs!

 

Nachdem wir den ganzen Tag Achterbahn hoch und runter gefahren sind, hieß es gegen 18 Uhr schon wieder ABFAHRT… Dies nahmen unsere Kids natürlich wieder als Stichwort in die Partybusse mit. Zurück an unserem Hauptquartier gab es noch eine Runde Brot, Frikadellen und Würstchen für die noch hungernde junge Bevölkerung. Direkt im Anschluss ging es wieder an die frische Luft zum Kicken. Dieses Mal im strömenden Regen… Wie soll es auch anders sein: Betreuer gegen den Rest. Aber was ist das? Es gab bei diesem Wetter sogar Publikum! Zwei junge Damen aus dem THW Lager von nebenan schauten unseren Jungs gespannt zu. Ob sie jemanden im Blick haben? Dies galt es natürlich herauszufinden 😊 Betreuer Denis Bekker hatte selbstverständlich wieder Kontakt aufgenommen und gefragt ob sie denn vielleicht Mitspielen möchten…Nö. Na gut, denn nicht.

Unsere Biene Maja hatte vom Betreuer den Auftrag bekommen, einen beschriebenen Zettel bei den Zuschauerinnen abzugeben. Zack, kam eine von beiden an unserer Auswechselbank an und erkundete sich auch gleich nach den Instagram-Namen unserer Fußballer :D Nach einer kleinen Fragerunde nach Namen und auf wem sie denn die Augen die ganze Zeit richtete, hieß es nur… „der in der Adidas-Hose“ Für uns war klar, dieses „Projekt“ hat begonnen. Die nette MAYAH von nebenan freundete sich mittlerweile mit unseren Jungs und Mädels an, während andere weiter kickten. 22:00 Uhr ab nach drinnen - Bettruhe. Unsere Truppe hielt sich wieder dran, andere Kids, in wesentlich jüngerem Alter konnten ihr Benehmen hier nicht so zeigen… Der einzige der von uns noch raus durfte ist natürlich Adidas-Men Tobi A. gewesen. Hat er etwa seine große Liebe gefunden? Wollen wir‘s mal für ihn hoffen, denn immer, wenn er die Ausgeh-Zeit verlängern konnte, strahlte er sich umso mehr übers ganze Gesicht. Da wir Betreuer noch ein bisschen auf dem Flur beisammen waren, konnte auch er sich noch mit seiner neuen Bekanntschaft unterhalten. Alle anderen Kids waren auf den Zimmern, kein Gejammer, nichts. Das klappte wieder Weltklasse 😊

Nach nur wenigen Stunden schlaf wurden wir Betreuer so gegen 07:45 Uhr wach. „Oh shit, verpennt“ hallte es nur. Um 08:00 Uhr ist doch schon Frühstück angesetzt und wir sollen doch Vorbilder sein. Also raus aus den Federn und fix frisch machen. Nach dem Frühstück hieß es dann Zimmer räumen, alles wieder sauber hinterlassen. Im Anschluss dann, wie soll es anders sein, nochmal Fußball raus und austoben. Die nicht-so-Fußballbegeisterten unterhielten sich auf den Bänken. Was am heutigen Sonnabend anliegt wusste bis dato immer noch keiner. Doch dann rutsche es Denis Bekker raus. Er erzählte fleißig und voller Vorfreude das wir zum großartigen IGOR KOWSLOSWKI nach Hamburg fahren wollen, um uns seine grandiosen Kunstwerke in einer 800m² großen Halle angucken wollen. Und wenn wir dann mit dem Rundgang fertig sind, könne man sich noch seine eigene Wehrführer-Statue bauen…

Dumm nur, dass nicht jedes Kind es ihm abkaufte. Wir Betreuer schmunzelten und vertieften diese Geschichte. Doch zuerst ging es mit dem Integrationsmobil nochmal zum See, wo Tobis neue Flamme zum paddeln aus war. Tobi sollte sich noch eben verabschieden, eine Überraschung von seinem Partybus von der er nichts ahnte. Überglücklich fuhren wir dann nun in Partybuss-Kolonne nach Soltau.

Huch, wo sind wir denn hier rein gestolpert? Auf einmal waren wir im Designer-Outlet Soltau gestrandet. Hier durften unsere Nachwuchsbrandschützer noch einmal ihr übrig gebliebenes Taschengeld verpulvern bevor wir dann weiter auf die Autobahn aufbrachen. Nächster Halt war Bispingen. Hier gab es eine kleine aber lange Mittagspause bei der goldenen Möwe, denn das Warten auf das Essen hat ein wenig länger gedauert, als wir es uns vorgestellt hatten, denn der Termin bei IGOR rückte schon immer näher…

14:00 Uhr, weiter geht’s kreuz und quer durch Hamburg bis zum WESTPHALENS-WEG. Hier wartete schon John Iburg, also doch nicht IGOR auf uns. Große Freude bei unseren Jungs und Mädels, denn die Tore der Feuer- und Rettungswache Berliner Tor F22 waren nur unschwer zu erkennen. Berufsfeuerwehrmann John erzählte uns alles über die Feuerwehren & Rettungsdienst in Hamburg, was passiert, wenn Alarm los geht, welche Fahrzeuge hier stationiert sind, wer welche Funktion hat usw. Noch mitten im Gespräch ertönt der erste Alarm-Gong. Einsatz für den RTW B der F22. Wir bildeten im Gebäude eine Rettungsgasse damit die Feuerwehrler Platz zum ausrücken haben. Und siehe da, sie liefen nicht so schnell wie wir es von unseren Jungs im Einsatz kennen. Die RTW-Besatzung ging ganz normal durch die Räume, hatte noch genug Zeit um uns mit „MOIN“ zu begrüßen und ging dann zum RTW. Wieso so langsam? John ließ sich das von unseren Jungs erklären. Es wird bei der BF nicht gerannt, wenn Einsatz ist, sondern ganz normal gelaufen, denn wenn man sich auf dem Weg zum Fahrzeug verletzt, kann das Fahrzeug nicht ausrücken und weiteres Personal müsste alarmiert werden. Während unserer Führung ging noch mehrmals der Gong für verschiedene RTW-Besatzungen, aber leider nicht für den Löschzug…

In der Remise wurden uns dann die Fahrzeuge RTW, HLF und Teleskopmast nochmal ganz genau erklärt. Draußen auf dem Innenhof kriegten wir dann noch einen Einblick in den großen Einsatzleitwagen 3…. Wir bedankten uns bei unserem Wachenführer John und nahmen ihn dann auf unserer Rücktour sogar mit nach Bad Oldesloe, seinem Zuhause.

Müde nicht mehr in Müden sondern erschöpft „Zuhause“ angekommen wartete dann eine Überraschung auf uns Betreuer. Die Eltern unserer Kids wollten uns auch einfach mal DANKE sagen und überraschten uns mit einem großen Bilderrahmen mit Fotos, Blumen und einem Gutschein von Borgo Antico! Danke auch an Borgo Antico für das Aufrunden des Gutscheines. Wir freuen uns auf eure leckere Pizza 😊

Hierfür wollen wir noch einmal im Namen aller Betreuer DANKE sagen. Wir sind überwältigt und haben uns wahnsinnig über diese super tolle Geste gefreut. Wir werden uns davon einen schönen Abend machen! Danke liebe Eltern! Ihr seid Weltklasse!

Es war wie immer eine sehr aufregende, spannende aber auch lustige und anstrengende Freizeitfahrt mit der JUGENDFEUERWEHR BURG/FEHMARN.

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gez. Tobi Jaudzim

Schriftführer FF / Betreuer JF


Härtere Strafe bei Nichteinhalten der Rettungsgasse

Gesetzesauszug § 49 Abs. 1 Nr. 11 StVO: 

Wer die Rettungsgasse bei stockendem Verkehr nicht .. bildet,

muss mit einer Geldbuße von mindestens 200 € rechnen.

Bei schwerwiegenden Behinderungen kann unter Umständen 

eine Geldbuße von 320€ + ein Monat Fahrverbot oder

eine strafrechtliche Verfolgung hinzukommen.