Sonderaufgabe Wasserrettung

Die Insel Fehmarn ist ein Anziehungspunkt für Wassersportler. Praktisch das gesamte Jahr über findet an den Küsten Wassersport in Form von Kitesurfen, Surfen, Stand Up Paddling, Segeln und Schwimmen statt. Im Bereich der konzessionierten Strände ist die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs Gesellschaft) mit der Wasserrettung betraut, die Präsenz der DLRG ist aber nur in der Hauptsaison und eingeschränkt in der Nebensaison gegeben. 

Wasserrettungseinsätze gehören nicht zu den gesetzlichen Aufgaben der Feuerwehren nach dem Brandschutzgesetz (BrschG SH), sondern zu den freiwilligen Aufgaben.

 


Pressebericht des FT zur JHV 2021:


Wasserrettung auf Binnengewässern der Insel Fehmarn

Die Aufgabe der Wasserrettung auf Binnengewässern, Seen und Teichen der Insel Fehmarn wurde uns im Juni 2016 durch die Stadtvertretung übertragen. Damals gab es noch ein Rettungsmittel, das Mehrzweckboot Christa für diese Aufgabe.

Für die Wasserrettung auf Binnengewässern sind wir derzeit nicht mit einem geeigneten Rettungsmittel (vorher MZB Christa, aufgrund defekten verkauft) ausgestattet! Unser RTB 1 ist ausschließlich für den Burger Binnensee und die Häfen einsatzfähig, nicht für Teiche und Seen der Insel! 

 

Wasserrettung im Küstennahen Bereich der Ostsee rund um die Insel Fehmarn

Die Aufgabe Wasserrettung auf der Ostsee kann der Freiwilligen Feuerwehr (Stand August 2021) nicht übertragen werden (kein Gemeindegebiet). Zudem sind wir nicht mit einem geeigneten Rettungsmittel für die Ostsee (RTB 2) ausgestattet.

AKTUELL: Unsere Gemeindewehrführung ist derzeit dabei, ein rechtskonformes Wasserrettungs-Konzept zu entwickeln. Sobald dieses vorliegt, wird diese Seite aktualisiert.

 

Im Bereich der konzessionierten Strände ist die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs Gesellschaft) mit der Wasserrettung betraut, die Präsenz der DLRG ist aber nur in der Hauptsaison (bis 18:00 Uhr) und eingeschränkt in der Nebensaison gegeben. Außerhalb dieser Zeiten kann die DLRG nicht wie die Feuerwehr durch Meldeempfänger alarmiert werden.

Landesregierung SH JUNI 2020:

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) soll in Zukunft neben ihrer eigenen Aufgabe, der Seenotrettung, die Koordinierung zur Wasserrettung an der Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins in nichtkommunalen Gewässern übernehmen. Sofern im Notfall keine eigenen Rettungseinheiten der DGzRS zur Verfügung stehen oder andere Organisationen, wie z.B. die DLRG oder Feuerwehr, schneller verfügbar sind, werden diese im Rahmen der Amtshilfe hinzugezogen. 

Konkret soll es so sein, dass die DGzRS im Notfall mit ihren eigenen Rettungseinheiten die Wasserrettung übernehmen wird. Sollten kurzfristig keine ihrer Boote in der Nähe oder andere Einheiten schneller vor Ort sein, wird die Seenotleitung Bremen der DGzRS als Rettungsleitstelle See im Rahmen der Amtshilfe andere Organisationen beauftragen und diese über die zuständige Landrettungsleitstellen organisieren lassen.

 

Wasserrettung im Übergang // Pressebericht vom 23.07.2020 von Fehmarn24.de:

Fehmarn –mb– Anfang Juni hatte das Innenministerium eine Lösung für das langjährige Problem der Wasserrettung an Schleswig-Holsteins Küsten verkündet (wir berichteten). Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) soll übernehmen. Für Innenministerin Sabine Sütterlin-Waak (CDU) sind damit die „offenen Fragen“ beantwortet. Sie sieht eine „pragmatische Lösung“ und auch Landesbrandmeister Frank Homrich begrüßt die Lösung mit den gleichen Worten.
  • Feuerwehren und die DRLG sollen mit ins Boot geholt werden
  • Wasserrettung gehört nicht zu den gesetzlichen Aufgaben der Feuerwehr
  • Qualifizierung und ein ostseetaugliches Rettungsboot notwendig 
Denn die Feuerwehren, ebenso wie die DRLG, sollen mit ins Boot geholt werden, nämlich wenn die Seenotretter nicht am schnellsten vor Ort sein können. Andere Organisationen sollen dann einspringen. DGzRS-Geschäftsführer Udo Helge Fox: „Sollten kurzfristig keine DGzRS-Boote in der Nähe oder andere Einheiten schneller vor Ort sein“, werde die Seenotleitung im Rahmen der Amtshilfe andere Organisationen beauftragen und diese über die zuständigen Landrettungsleitstellen organisieren. Für Fehmarn nicht unwahrscheinlich mit einer 75 Kilometer langen Küste.
Vereinbarung wird momentan erarbeitet 
Als noch nicht ausgegoren, unpraktikabel und zu langwierig kritisierten Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber und Gemeindewehrführer Volker Delfskamp das Prozedere zuletzt. Der Pressesprecher des Innenministeriums, Dirk Hundertmark, widerspricht. „Amtshilfeersuchen sind in solchen Fällen nicht zeitaufwendig, weil sie unmittelbar über die Leitstelle erteilt werden.“ Die Rettungsleitstelle kläre zudem, welche Einheit welcher Organisation am schnellsten vor Ort sein könne. Zurzeit werde eine Vereinbarung mit der DGzRS erarbeitet, so Hundertmark, darin werde die Amtshilfe zu konkretisieren sein. 
Bis dahin gilt eine Übergangsfrist: „Die Feuerwehren des Kreises Ostholstein, sofern diese dazu in der Lage sind, werden durch das Land um Amtshilfe gebeten.“ Innerhalb ihres Gemeindegebietes dürfen die Wehren nur aktiv werden, wenn „die Gemeindevertretung sie damit beauftragt hat“. Das trifft für Fehmarn nach aktueller Beschlusslage nicht zu. 
Die Wasserrettung gehört nicht zu den gesetzlichen Aufgaben der Feuerwehr. Sie darf diese erst wahrnehmen, wenn ihr diese freiwillige Aufgabe von der Gemeindevertretung übertragen wurde. Anders sieht es aus bei Einsätzen außerhalb des Gemeindegebiets. Dann braucht es keine Beauftragung durch die Kommunalpolitik. 
Amtshilfe durch Wehren, die dazu in der Lage sind 
Was es allerdings braucht, sind eine entsprechende Qualifizierung der Kameraden und die dazugehörige Materialausstattung, um auf der Ostsee aktiv werden zu können – nicht zuletzt ein ostseetaugliches Rettungsboot, ein sogenanntes RTB-2. Weder Fehmarn noch Großenbrode oder Heiligenhafen besitzen ein Boot dieses Typs. Übertrage die Gemeinde die Aufgabe der Wasserrettung auf ihre Wehr, müsse die Gemeinde ihre Feuerwehr auch entsprechend befähigen, so Hundertmark. Heißt: Die Wahrnehmung der Aufgabe erfordert zunächst geschultes Personal und die entsprechende Ausstattung. Alle Fragen scheinen also noch nicht beantwortet zu sein und auch bei der Pragmatik des Vorschlags ist noch Luft nach oben. An der Stelle lässt sich wohl auch Dirk Hundertmarks abschließendes Statement verorten: „Im Rahmen des runden Tisches Wasserrettung wird mit den an der Wasserrettung beteiligten Organisationen an der weiteren Optimierung der Wasserrettung im Land gearbeitet.“

 


Rettungsmittel & Alarmierung

Als Rettungsmittel für die Wasserrettung (Beispiel Binnensee und/oder Häfen) steht uns ein Rettungsboot (RTB 1) zur Verfügung.

Für die Wasserrettung auf Binnengewässern sind wir derzeit nicht mit einem geeigneten Rettungsmittel (vorher MZB Christa, aufgrund defekten verkauft) ausgestattet! Unser RTB 1 ist ausschließlich für den Burger Binnensee und die Häfen einsatzfähig, nicht für Teiche und Seen der Insel!

Die Alarmierung erfolgt über die IRLS Süd mit dem Einsatzstichwort "TH WASSER Y" Technische Hilfeleistung auf dem Wasser, Menschenleben in Gefahr.

Bedeutung: Ein Löschzug mit mindestens einem Satz hydraulischem Rettungsgerät ist zur Bewältigung der Einsatzsituation voraussichtlich ausreichend. Zusätzlich ist abhängig von der Einsatzstelle mindestens ein Klein- oder Mehrzweckboot zum Erreichen der Einsatzstelle und zur Aufgabenerfüllung erforderlich. Beispiele: Grundszenario wie Technische Hilfeleistung (Standard) auf dem Wasser, jedoch mit konkreten Hinweisen auf Menschenleben in Gefahr (z.B. Person im Wasser, KFZ mit Insassen im Wasser, Eisunfall, Tauchunfall)

Schon gewusst?

Hier in Schleswig-Holstein herrscht Rauchmelderpflicht!

Warum Rauchmelder Lebenswichtig sind erfährst du hier:

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